Zeitanker - Daueranker - Injektionstechnik - Kleinverpresspfähle
 

Ischebeck-Systeme

Neue Wege in der Ankertechnik

Bohr- und Injektionsanker TITAN können auch Pfahl oder Nagel heißen. Sie sind für Anker, Pfähle, Bodennägel sowie bewehrte Erde im weitesten Sinne gleichermaßen gut geeignet. Das Regelwerk DIN 4125 „Verpressanker“ Nov. 1990 gilt für alle Anker, die eine freie Ankerlänge aufweisen, vorgespannt werden und nur Zugkräfte aufnehmen. Das Regelwerk DIN 4128 „Verpresspfähle“ April 1983 gilt für Kleinpfähle, die auf Zug und Druck belastet werden und auf ihrer gesamten Länge mit Zementstein ummantelt sind. Bodennägel nach DIN 21521 wirken wie Schubbewehrung (Bügel) im Stahlbeton oder Dübel und Nägel im Holzbau auf Abscheren. Der neue Weg in der Ankertechnik begann 1983.

Neu ist das Ankerrohr als Stahlzug- oder -druckglied. Das Prinzip des Bohr- und Injektionsankers TITAN beruht auf der Kombination von 7 grundlegenden Ideen:

1. Verwendung eines Rohres als Anker.
Ein Rohr ist statisch günstiger als ein Vollstab bei gleichem Querschnitt hinsichtlich Biegung, Querdruck und Mantelreibung.

2. Schaffung einer preiswerten Einmal-Bohrstange und -Bohrkrone.
Dadurch entfallen 2 aufwendige Vorgänge beim Einbau: Das Einführen des Ankerstahls und das Ziehen des Bohr- und Schutzrohres. Die Folgen sind: kleinere Bohrgeräte, weniger Zementleim, weniger Arbeitszeit.


3. Benutzung des Ankerrohres für das Verfüllen des Bohrloches vom Bohrlochtiefsten
garantiert eine zwangsläufige, vollständige Füllung des Bohrloches sowie aller Klüfte und ist einfacher als zusätzliche Schläuche zum Injizieren, Entlüften und Nachverpressen.


4. Verwendung eines Feinkornbaustahls St E 355 oder St E 460 gemäß DIN 17124 als Ausgangsmaterial mit hoher Kerbschlagzähigkeit min. 39 J gegenüber hochfesten Spannstählen und Litzen min. 15 J oder Glasfasern. Unempfindlich gegen Spannungsrisskorrosion, Wärmebehandlung und Querdruck.

5. Verwendung eines ferritisch-austenitischen rostfreien Stahls INOX für Daueranker.
Werkstoff Nr. 1.4462 entspricht „Doppeltem Korrosionsschutz“ DIN 50929 Teil 3 „Korrosionswahrscheinlichkeit von Bauteilen in Böden und Wässern“. Die Verarbeitung ist wesentlich einfacher als bei Dauerankern mit zementverpressten PE-Ripprohren, insbesondere Koppelung und Ankerkopfausbildung.

6. Ausbildung der Gewinderippen wie bei Betonstahl nach DIN 448 bringt 2,4-fach höheren Scherverbund gegenüber ausgerundeten Bohrstangengewinden R 32 und R 38.

7. Durchlaufendes Gewinde gewährleistet überall Schraubbarkeit.
Ablängen, Kuppeln, Vorspannen und Entlasten des Ankers ist möglich. Selbsthemmende Gewindesteigungen unter 6° ersparen Kontermuttern an jeder Kupplungsmutter.

          als Anker   als Boden-   als Pfahl    als Injek-
          DIN 4125      nagel     DIN 4128     tions- 
                         DIN 21521                   lanze
                           (Dübel)

          (Klicken Sie auf eine Grafik zum Vergrößern)

Das Vormaterial für Injektionsanker TITAN ist bauaufsichtlich zugelassener Feinkornbaustahl St E 460 und St E 355 gemäß Zulassung Z-30-89.1. Beim Herstellen des Injektionsankers werden die angegebenen technischen Werte erreicht.

Die angegebene Bruchlast und Kraft an der Fließgrenze wurde in Zugversuchen an der Staatl. Materialprüfungsanstalt Dortmund gemessen Die Spannungsquerschnitte wurden aus dem Gewicht ermittelt. Die angegebenen Spannungen wurden aus den von der MPA ermittelten Lasten errechnet. Die zulässigen Lasten enthalten einen Sicherheitsfaktor von S = 1,75 gegenüber der Fließlast. Die zulässige Querkraft wurde für Rohre - unter Berücksichtigung von Plastifizierung - errechnet.

(Klicken Sie auf die Grafik zum Vergrößern)

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