Zeitanker - Daueranker- Injektionstechnik - Kleinverpresspfähle
 

Wurzelpfähle

Wurzelpfähle sind kleine Bohrpfähle, die in beliebigen Richtungen und in beliebigen Längen hergestellt werden. Der Bohrrohrdurchmesser beträgt je nach Verwendungszweck 8 bis 30 cm. Die Pfähle erhalten eine Rundstahllängsbewehrung mit Bügel- oder Spiralumschnürung. Wurzelpfähle weisen eine innige Verbindung mit dem umliegenden Erdreich auf, die in rolligen Böden bis zu einer Injektion der Umgebung geht. Daraus ergeben sich die sehr hohen Tragkräfte bis zu 600 KN auf Druck und Zug, je nach Durchmesser, Bewehrung, Bodenverhältnissen und Einbindelänge in die tragfähigen Bodenschichten.  Die Setzungen bei diesen Lasten betragen je nach Bodenart weniger als 1 bis 2 mm. Hergestellt werden die Pfähle im Drehbohrverfahren. Bestehende Gebäude erhalten dabei keinerlei Erschütterungen. Wurzelpfähle können in allen Bodenarten hergestellt werden.

Anwendung

Wurzelpfähle können für sämtliche Tiefgründungs- und Verankerungsaufgaben bei Hoch- und Industriebauten, Brücken, Stützmauern, Baugrubenaussteifungen usw. eingesetzt werden.

Besonders geeignet sind Wurzelpfähle dort wo...

  • keine Erschütterungen auftreten dürfen.
    Das von uns angewandte Drehbohrverfahren ist vollkommen erschütterungsfrei.
  • nur beengter Arbeitsraum vorhanden ist.
    Neben wendigen, fahrbaren Bohrgeräten besitzen wir auch tragbare Spezialgeräte, die sich durch normale Treppenhäuser und Kellertüren transportieren lassen und aus Kellern, Stollen, Senkkästen usw. ab 1,80 m Höhe heraus bohren können.
  • nur geringste Setzungen auftreten dürfen.
    Die Setzungen unserer Wurzelpfähle betragen je nach Bodenart weniger als 1 bis 2 mm. 
  • eine möglichst gleichmäßige Lasteintragung in wenig tragfähige Böden gefordert wird.

Unsere Wurzelpfähle nehmen durch ihre innige Verbindung mit dem umliegenden Erdreich auch in wenig tragfähigen Böden als schwimmende Gründungen hohe Lasten bei geringsten Setzungen auf.

Hieraus ist zu ersehen, dass Wurzelpfähle vor allem für alle Unterfangungen, Sanierungen, Nachgründungen von bestehenden Gebäuden, Unterfahrungen bei U-Bahn-, Kanal- und Straßenbauten vorteilhaft Verwendung finden.

Diese Arbeiten können gegebenenfalls günstig mit Mauerwerksinjektionen kombiniert werden.

Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten für Sonderverfahren.
Hierbei ist besonders die VERANKERTE STABWAND als Kombination mit Erdankern, Injektionen und Spritzbeton zu erwähnen (Deutsches Bundespatent angemeldet).

Verfahren

1. Das Bohrrohr mit aufgeschraubter Bohrkrone wird durch Drehung mit hohem Drehmoment und entsprechendem Anpressdruck von einer hydraulisch angetriebenen Bohrmaschine niedergebracht (auch durch Stahlbeton und Fels).

Gleichzeitig wird das Bohrgut durch Spülung gefördert.

Der Bohrmast weist dem Bohrrohr die geforderte Lage und Richtung zu.



2. Nach Erreichen der vorgesehenen Gründungstiefe wird der Bewehrungskorb eingesetzt und ein zementreicher Kontraktorbeton eingebracht.



3. Auf das Bohrrohr wird eine Abschlußhaube aufgesetzt und während des Ziehens desselben wird Druckluft zur Verdichtung des Betons aufgegeben.

Hierbei wird der Frischbeton fest in den umgebenden Boden gedrückt.



4. Fertiggestellter Wurzelpfahl.

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